E-Nummern & Co
Viele mit E-Nummern gekennzeichnete Zusatzstoffe stehen im Verdacht, gesundheitliche Risiken zu bergen. Hier eine kleine, zusammenfassende Übersicht der am häufigsten als bedenklich eingestuften E-Nummern. Die Auswahl basiert auf Hinweisen zu möglichen Allergierisiken, der Bildung von Nitrosaminen (potenziell krebserregende Stoffe), Unverträglichkeiten sowie potenziellen Langzeitbelastungen – insbesondere bei Kindern, Asthmatikern oder bei regelmäßig hohem Konsum.

Grundsätzlich sollte man auf Süßgetränke, Süßstoffe, Nahrungsmittel mit Geschmacksverstärkern, Organische Säuren, viele Konservierungsstoffe und „E-Nummern“, Konserven, Verarbeitetes Fleisch, gehärtete Fette und Transfettsäuren, Süßigkeiten und Zuckerhaltige Müslis, Weißmehlprodukte und Fruchtsäfte so gut wie verzichten!
Ultra Processed Food / hochverarbeitete Lebensmittel machen – im Besonderen Kinder- über mehrere Mechanismen krank.
Zucker-Überfrachtungen
Zu viel Glucose- und Fructose reiche Früchte wie Äpfel, Birne, Bananen, Orangen und Trauben belasten den Organismus. Und Überfrachtungen des Organismus schädigen hier schon bei ihrem Eintritt in den Verdauungstrakt.
Über viele Millionen von Jahren entwickelten die Härchen auf der Oberfläche der Zotten des Darmes, Microvilli genannt, die Fähigkeit, Mehrfachzucker, und vor allem Disaccharide zu spalten. Fructose, Lactose, Maltose, Maltodextrin und Isomaltulose müssen über die Enzymleistungen innerhalb dieser Microvilli verdaut werden.
Die Kapazität dieser Enzymsysteme ist klar begrenzt. Bis zu einer gewissen Grade, konnten sich diese Disaccharidasen den zunehmenden Belastungen mit Zucker anpassen. Genetische Anpassungen geschehen jedoch über lange Zeiträume. Innerhalb weniger Jahrzehnte ist die Überfrachtung mit Zuckern und kurzkettigen Kohlenhydraten jedoch eskaliert. Während Anpassungen an die Umwelt in Bereichen von kleinen Prozentzahlen sicher möglich sind, können Überlastungen mit dem 40- bis 60- fachen Impact, das entspricht mehr als 4.000 Prozent, ganz sicher als unphysiologisch beurteilt werden.
Die Folge: Unverdaute Zucker gären im Darm, erzeugen toxische Metabolite, schädigen die Dichtungen des Darmes und leiten Entzündungen ein.
Die gleiche Last wiegt auf den Zuckertransportsystemen. Sowohl die für den Transport von Fruchtzucker zuständigen Glut 5, als auch die Glut 2, Glut 1, Glut 3 und Glut 4 Transporter können diese exzessiv angestiegenen Anforderungen nicht mehr sauber gewährleisten.
Der Ablauf der Schädigung läuft über Hyperglykämie, Hyperinsulinämie, Insulinresistenz, oxidativen Stress und die Weichenstellung in Richtung Entzündung.
Zusammenfassend: Kohlenhydrat- Überfrachtungen und Intoleranzen schädigen den Darm, das Microbiom, die Leber, die Bauchspeicheldrüse und das ZNS & Gehirn. Es entwickeln sich verschiedene Syndrome: Das NASH Syndrom (Non-Alcoholic Steatohepatitis, nicht-alkoholische Steatohepatitis/Fettleber) bzw. das Metabolische Syndrom (MASH, die neue Bezeichnung Metabolic dysfunction associated steatohepatitis), Diabetes Typ 2 ebenso wie den Diabetes Typ 3 (die Alzheimer Demenz).
Fruchtzucker & „Sweet Death“
Bis heute konnte sich der Glaube an den „guten Frucht-zucker“ hartnäckig halten. Doch ist klar bewiesen, dass die jahrzehntelangen Empfehlungen der Ernährungsgesellschaften grundsätzlich falsch gewesen sind.
Fruktose wurde lange Zeit als Ersatz für herkömmlichen Haushaltszucker beworben, da sie insulinunabhängig verstoffwechselt wird und den Blutzuckerspiegel kaum beeinflusst – daher wurde sie bis in die 2000er-Jahre als „für Diabetiker geeignet“ beworben. Aber es zeigte sich, dass Fruktose den Fettstoffwechsel massiv stört, Blutfette und Harnsäure erhöht, sowie Leberschäden generiert. Ab 2009 wurde Fruktose dann auch für Diabetiker als nicht empfehlenswert eingestuft.
Über viele Millionen von Jahren war der Verzehr von Früchten auf kleinste Mengen begrenzt. Honig und Beeren wurden als seltene Kostbarkeiten gehandelt. Der prozentuale Anteil lag bei weniger als 1 Prozent! Der saisonale Genuss von „alten“ Fruchtsorten in vernünftigen Mengen war immer noch im Rahmen der Verdaubarkeit.
Hochgezüchtete Äpfel, Birnen und Bananen, deren Gehalt an sekundären Faser-und Pflanzenstoffe weitgehend auf Null reduziert wurde; und deren Glucose -und Fructose Gehalt stark angehoben wurde, überfrachten und schaden dem Darm, ebenso wie dem ganzen Organismus.
Speziell Fruchtsäfte und Smoothies, deren konzentrierter Zuckeranteil ca. 6-7 mal höher liegt als der einer einzelnen ganzen Frucht, sind auf Dauer toxisch. Ganz schlecht wirkt die konzentrierte Fructose in Süß Getränken, Energy-Drinks, Smoothies, welche aus Mais-Sirup oder Iso-Glucose erzeugt wird.
Fruchtzucker leitet die Erhöhung der Fettwerte ein, macht dick, schädigt die Leber, erhöht den Blutdruck und die Harnsäure, verursacht Gicht- und Faszien Schmerzen, Fibromyalgie Syndrome, schädigt das Gedächtniszentrum im Gehirn, aktiviert viele Hundert Stress Gene in den Stresszentren unseres Gehirns, verursacht Schlafstörungen und Angststörungen, Müdigkeitssyndrome, Reizdarm, Blähungen und Entzündungen im Darm.
Ganz sicher sollten Früchte nicht nach 14 Uhr, und keinesfalls abends, verzehrt werden.
Mit Fructose-und Glucose armen Früchten liegen Sie besser: Beeren, Avocado, Grapefruit, Rhabarber, Honigmelonen, Aprikosen, Pfirsiche, Papaya und Ananas sind durch geringere Zuckerlast, hilfreiche sekundäre Pflanzenstoffe, wertvolle Enzyme und Faserstoffe gekennzeichnet.
Bei Smoothies: Als besonders wertvoll sind Kräuter, Basilikum, Rosmarin, Minze, Petersilie; und Gewürze wie Curcuma, Koriander, Galgant, Ingwer, Pfeffer und einzustufen.
Kohlenhydrat-Intoleranzen
Große Studien zeigen, dass ein bedeutender Teil der Bevölkerung Störungen der Kohlenhydratverwertung aufweist – von „gastrointestinalen Malabsorptionen“ einfacher Zucker (in Europa zusammen etwa 20–30 % der Menschen) bis hin zu „metabolischer Insulinresistenz“ (weltweit rund ein 24-35 % der Erwachsenen).
Diese Bevölkerungsgruppe kann Kohlenhydrate schlecht verstoffwechseln und wird unter klassischem Kohlenhydrat lastigem Ernährungsverhalten krank.
Während sich eine Gruppe über diabetische Stoffwechsellagen und das metabolische Syndrom in die Diabetes Typ 2 Erkrankung entwickelt, entgleist eine zweite Gruppe in die Fettleibigkeit und Adipositas. Eine weitere große Gruppe erscheint äußerlich scheinbar gesund und schlank und entwickelt jedoch ein NASH / MASH Syndrom (NASH: Non-Alcoholic Steatohepatitis, nicht-alkoholische Steatohepatitis/Fettleber; MASH: das Metabolische Syndrom, Metabolic dysfunction associated steatohepatitis).
LCHF-, Low-Carb- / High-Fat- Studien zeigen positive Effekte in Bezug auf viszerales Fett, HDL und Triglyceride, Blutdruck, Insulin-Spiegel und Entzündungsmarker.
Unverträglichkeiten
Heute lassen sich primäre oder sekundäre Unverträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln sehr sicher nachweisen.
Aufgrund genmanipulierter Getreide mit dem „Insekten-Abwehr-protein“ ATI haben die sekundäre Gluten- Unverträglichkeiten, wie die „Nicht Zöliakie Gluten Intoleranz“ sehr stark zugenommen.
Überfrachtungen mit Lactose, Kasein, Fructose und Maltodextrin sind sehr häufig für „Sekundäre Unverträglichkeiten“ und Pseudoallergische Reaktionen im Darm verantwortlich. Belastungen der Zotten und ihrer Härchen, der Microvilli, leiten immer häufiger sekundäre Histamin-Intoleranzen ein. In diesen Fällen ist das Histamin abbauende Enzym, DAO in seinen Aktivitäten reduziert.

Differenzierte Analysen der Darmflora, des Microbioms, diverser Schlüsselenzyme im Verdauungstrakt, des Hüters des Darms – Zonulin, Calprotectin, a-1 Antitrypsin, sekretorische Immunglobuline A und sogar gezielte Untersuchungen auf die Verträglichkeit einzelner Nahrungsmittel sind heute möglich.
Tiefgreifendere Analysen des Mikrobiom zum Metabolom erlauben inzwischen noch weitere gezielte Ableitungen für alle betroffenen Patienten.
Probiotika und Präbiotica können wertvolle Dienste leisten.
Gluten-Intoleranzen
Die angeborene Unverträglichkeit des Dünndarms, den Getreidekleber Gluten zu verdauen, ist in den Lehrbüchern der Kinderheilkunde sehr detailliert abgehandelt: Gedeihstörungen, Durchfälle nach dem ersten Zufüttern, Herzrhythmusstörungen, Autoimmunreaktionen, Infektanfälligkeiten, Neurodermitis- ähnliche Hautreaktionen, Knochenschmerzen und Verhaltensauffälligkeiten sind typische Ausläufer.
Die sogenannte Zöliakie, oder Sprue, war über Jahrzehnte eine seltene Erkrankung.
Die Therapie der Wahl verlangt eine Glutenfreie Ernährung!
Innerhalb der letzten 15 Jahre haben sekundäre, „Nicht- Zöliakie Getreide- Intoleranzen“ sehr stark zugenommen. Diese Intoleranzen sind gut nachweisbar und messbar. Die damit einhergehenden „stillen entzündlichen“ Veränderungen mit leaky gut sind ebenfalls klar messbar. Labor Parameter wie Zonulin, Intestinal-fatty acid binding protein (I-FABP), Calprotectin, a1-Antitrypsin und Histamine geben einen guten Einblick
Calprotectin, alpha 1 Antitrypsin, Vitamin D und sekretorische Ig A spiegeln diese Verhältnisse auch im Verlauf der Ausheilung sehr eindrücklich wider.
Wissenschaftler sprechen von mehr als 20 Prozent Betroffener. Der Grund für diesen dramatischen Anstieg liegt in einem, dem Gluten ähnlichen Eiweiß ATI (Amylase Trypsin Inhibitoren), welches eingekreuzt in die üblichen Getreide, diese widerstandsfähiger gegen Insekten macht. Die gute Nachricht lautet: Diese Formen der Unverträglichkeiten sind reversibel. Das „Auslassen“ aller glutenhaltigen Getreide über 6 Monate, führt zur Erholung des Dünndarms. In der Folge können Ur-Getreide wie Einkorn, Emmer und Waldstaudenkorn wieder verdaut werden.
Zu beachten ist weiterhin, dass für die Regeneration der entzündlich veränderten Darmflora geeignete Probiotika eingesetzt werden sollten. Gleichzeitig müssen alle Überfrachtungen des Darms mit Süßem, Zucker, Früchten und Lactose vermieden werden.
Kasein- und Milch- Unverträglichkeiten
Die modernen Milchprodukte, welche von Hochleistungskühen gewonnen werden, belasten. Wenn Kühe zwischen 60 und 70 Liter Milch pro Tag geben und nicht mehr auf einer Weide stehen können, wird die Menge der Wachstums und Entzündungshormone Insulin und IGF 1 so hoch, dass sie uns, über verschiedene Mechanismen, krank machen. Eine Störung des Zuckerstoffwechsels, mangelndes Sättigungsgefühl, Hautprobleme und Stoffwechselentgleisungen gründen in diesen Faktoren.
Den zweiten Belastungsfaktor stellt Kasein dar. Verschiedene Störungen im Verdauungstrakt, allergie ähnliche Symptome, Autoimmunreaktionen, Hyperaktivitäten und depressive Verstimmungen können mit Kasein Unverträglichkeiten vergesellschaftet sein.
Kaseine werden in diesem Zusammenhang regelmäßig in Kaseomorphine oder Exorphine verstoffwechselt; und sie können den inneren Rhythmus aus dem Tackt bringen.
Der dritte potenziell schädigende Mechanismus von Kuhmilchprodukten geht auf den Zucker der Milch, die Lactose, zurück. Sehr viele Menschen leiden unter primären oder sekundären Lactose Intoleranzen. Die Empfehlung der Wahl: Kuhmilchprodukte erst mal meiden.
Wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt Milch von weidenden Kühen, welche natürliche 7–9 Liter Milch geben, zu sich nehmen, sollte das häufig wieder möglich werden.
Je physiologischer die Tiere weiden, je kleiner der Euter der Tiere, desto besser verträglich sind deren Milchprodukte.
Schaf und Ziegenmilchprodukte sind meistens besser zu verdauen. Weniger Insulin, IGF 1, geringere Lactosebelastung und harmlosere Kaseine machen diese Produkte wertvoll.
Lektine, Nachtschattengewächse und Hülsenfrüchte
Linsen und Kichererbsen sind herausragende Kandidaten für alle Gesundheitsbereiche! Jedoch, nur wenn sie ausreichend gekocht und richtig zubereitet sind! Die Gruppe der sogenannten Lektine in Hülsenfrüchten und auch Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Auberginen, Erdbeeren verursachen regelmäßig Mikro-Verletzungen, stille und schwelende Entzündungen und einen mikroskopisch löchrigen Darm. Reizdarm, Blähungen, Bauchweh, Durchfälle oder Verstopfung sind klassische Symptome dieser Problematik.
Lektine sind sozusagen natürliche Fraßgifte. Viele Pflanzen nutzen sie in Samen und Hülsenfrüchten, um ein übermäßiges Abnagen zu verhindern.
Beim Menschen können sie bei rohem Verzehr die Darmwand reizen: Lektine fördern das Leaky-Gut-Syndrom, indem sie die Darmschleimhaut angreifen und so die engen Verbindungen (Tight Junctions) zwischen den Darmzellen aufbrechen. Dadurch sickern unverdaute Nahrungsbestandteile und Giftstoffe in den Blutkreislauf und lösen Entzündungen und systemische Erkrankungen wie Arthritis oder Schilddrüsenentzündungen aber auch Autoimmunreaktionen aus.
Wenn Hülsenfrüchte oder Tomaten ausreichend lange, d.h. 2-3 Stunden gekocht werden, werden die Lektine denaturiert und entschärft, und so gut verdaulich und genießbar.
Soja und leaky gut
Soja wird regelmäßig als hochwertige Eiweißquelle aus Asien gehandelt. Angebot und Verzehr diverser Produkte wie Tofu haben, nicht nur bei Vegetariern und Veganern, stark zugenommen.
Unglücklicherweise wirkt Soja über die allermeisten Arten des Verzehrs schädigend auf den Darm ein. Die Lektine in Soja wirken wie Harpunen auf die Integrität des Darmes ein und verursachen über stille, entzündliche Veränderungen eine terminale Ileitis mit leaky gut. Blähungen und Reizdarmsyndrome sind dabei nur die oberflächlichen Ausläufer, die Schädigungen sitzen dagegen tiefer.
Auf die Verarbeitung kommt es an:
Die traditionelle Verarbeitung und Zubereitung in Asien macht den Unterschied: In Asien wird Tofu oft fermentiert oder in kleinen Mengen mit fermentierten Produkten wie Miso oder Natto kombiniert, was Allergene abbaut und blähende Stoffe reduziert. Frischer, unfermentierter Tofu – wie er in Europa häufig als Fleischersatz verkauft wird – enthält Enzyminhibitoren und Oligosaccharide, die Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Allergien fördern.
Europäische, unfermentierte Tofu-Varianten sind meist fester und naturbelassen, was die Verträglichkeitsproblematik verstärkt, während asiatische Sorten zarter sind und besser Aromen aufnehmen.
Sojaallergien steigen in Europa deutlich an, denn unfermentiertes Soja ist in verarbeiteten Produkten allgegenwärtig.
Fermentierte Alternativen wie Tempeh oder Miso sind verträglicher, da die Fermentation einen Großteil der blähenden Stoffe abbaut und vor allem die Lektine denaturiert.
Zudem ist gentechnisch veränderter Soja in doppelter Hinsicht belastet. Die Erkennungssysteme im Darm und das Mikrobiom reagieren nicht nur mit Entzündung, sondern werden über die üblicherweise sehr hohen Belastungen dieser Monokulturen mit Glyphosat zusätzlich vergiftet.
Ein Massenanbau von Soja in Südamerika führt nicht nur zu einer Beschleunigung im Abholzen der Regenwälder in Brasilien, sondern zu einer höchst problematischen toxikologischen Belastung von Soja. Untersuchungen zeigen, dass die Grenzwerte für Pestizide und Glyphosat im internationalen Vergleich teils deutlich variieren und in der EU für einige Pestizide strenger, für andere – einschließlich Glyphosat in Sojabohnen – aber auch wesentlich höher sein können als in Brasilien.
Histamin
Histamin ist ein kleines Eiweiß, das großen Ärger verursachen kann. Zum einen können Nahrungsmittel mit hohem Histamingehalt Probleme verursachen. So vor allem Kuhmilchprodukte, Wein, Bier, Lachs, Thunfisch, Bananen, Nüsse, Avocado, Ananas …
Sehr oft sind Schwächen des histaminabbauenden Enzyms DAO für zu hohe Belastungen mit Histamin verantwortlich.
Die Aktivität der DAO ist von einem gesunden Darm abhängig.
Die Behandlung des Darms und eine intelligente Steuerung des Ernährungsverhaltens können fast immer weiterhelfen!
Immer mehr Menschen entwickeln immer häufiger Symptomatologie einer Histaminintoleranz. Das Spektrum der Symptome erscheint schwer überschaubar. Neben allen möglichen allergischen Reaktionen treten häufig Schwindel, Kopfschmerzen, Ohrgeräusche, Sehstörungen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit, Schlafstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung, Schwitzen, Zittern, Panik- und Angstattacken, Kreislaufkollaps, Durchfälle, chronische Infektanfälligkeit, Gedeihstörungen, Herzrhythmusstörungen, chronische Schmerzsyndrome, Rheuma, hormonelle Störungen, Schilddrüsenüber- und -unterfunktionen, Amenorrhö, Eisenmangel, Polyneuropathien, epileptische Anfälle, Parästhesien, Taubheitsgefühle … auf. Typischerweise finden sich kombinierte, untypische Störungen mit Lactose-, Fructose-, Kasein- und Glutenintoleranz.
Ein gesunder Darm hilft, die meisten Intoleranzen zu überwinden!
Rohkost und Anpassungsstörungen des Microbioms
Die Rohkost-Bewegung konnte ein spannendes Licht auf die Wertigkeit einer wertvollen, biologischen, natürlichen Ernährungsweise lenken. In der Tat ist es diesen Gruppen gelungen, ein Gegengewicht zum Dilemma Fastfood zu entwickeln. Abwechslungsreiche Salate, vitaminreiche Gerichte, wertvolle Fette sowie unverarbeitete, nicht konservierte Lebensmittel können sicher als ein Trend in die richtige Richtung verstanden werden.
Über gewisse Zeitfenster sowie für ein bestimmtes Profil von Personen kann diese Ernährungsform gute Dienste leisten.
Je nachdem, wie es um die Stabilität des Darmes steht, kann Rohkost jedoch für viele Patienten auch sehr belastend wirken. Wenn Blähungen, Reizdarmsyndrome sowie Einschlafprobleme nicht besser werden oder neu auftreten, kann das als Hinweis interpretiert werden, dass die Rohkost ihren Benefit eingebüßt hat. Unverdauliche oder toxische Substanzen in Pflanzen, die Gruppe der Lektine, welche wie Harpunen den Darm verletzen, Vitamin B12 und B6 Mangel, Zink , Eisen und Selenmangel, erhöhte Spiegel der Harnsäure sowie das Spektrum „chinesischer Kältekrankheiten“ wie Rückenschmerzen, Blasenentzündungen, kalte Füße, Ängste sowie defizitäre Aktivitätsspektren von sekundären Pflanzenstoffen sollten gegebenenfalls dazu führen, die Strategie Ernährung noch einmal zu überdenken und mit einer Rotation im Vorgehen der Nahrungsmittelzubereitung Abwechslung ins Spiel zu bringen.