Das Wissen für Heranwachsende hat seine Wurzeln in frühen Begegnungen von Dr. Kurt Mosetter mit prägenden Lehrern.
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Kompetenzfelder bezüglich orthopädischer Beschwerden wie Skoliose, Schiefhals, Migräne, Kopfschmerzen bis hin in die Schnittstelle zu neuromuskulären Erkrankungen und Muskeldystrophien reichen zurück ins Jahr 1988/89. Ein entscheidender Mentor mit großer Kompetenz und Erfahrung in diesen Bereichen war Dr. med. Tilman Görttler in Badenweiler, der von 1988 bis zu seinem Tod 1995 uns hier maßgebend beeinflusst und weitergebildet hat.
Kompetenzfeld Nummer zwei im Bereich ADHS, Autismus-Spektrum Störungen (ASD), Depression, Müdigkeitssyndrom, Regulationsstörungen bei Kindern, Fütterungsstörungen, exzessives Schreien, Magenkrampf, Schlafstörungen reichen zurück ins Jahr 1990 zum Kinder- und Jugendpsychiater Peter Riedesser. Peter Riedesser war Chef in der Abteilung für Kinder-Jugendpsychiatrie zuerst in Freiburg, an der Universität UKE Eppendorf in Hamburg. Von 1990 bis zu seinem Tod im Jahr 2008 hat er uns maßgeblich weitergebildet, unterstützt, hat uns unter die Arme gegriffen, um anständige Medizin im Umgang mit Kindern um Verhaltensauffälligkeiten zu gestalten. Verhaltensauffälligkeiten sind in der Regel weder genetisch noch neurobiologisch oder psychologisch verankert, sondern können über psychomotorisch, motorisch und neuromuskuläre Konzepte erweitert behandelt werden.
Ein weiteres Kompetenzfeld konnte in der Kinderklinik Konstanz entwickelt werden. Maßgeblich war dort für alle seltenen Erkrankungen Epilepsie, Unterzuckerzustände, Hypoglykämien, genetisch akzentuierte Erkrankungen usw., der Prof. für Pädiatrie und Neonatologie, Prof. Dr. med. Ulrich Schwenk. Dieser Mann mit einem fotografischen Gedächtnis hat viele Kinder mit Essstörungen, Magersucht, Adipositas und psychosomatischen Schmerzsyndromen an uns überwiesen. Von 1995 bis zu seinem Tode im Jahr 2025 hat der mich auf Anfrage immer unterstützt.
Wichtig für die tägliche Praxis mit Kindern ist vor allen Dingen, nicht nur das zu praktizieren, was man gut kann, sondern mit Differentialdiagnosen die Grenzen zu erkennen, was wir in unserem Rahmen nicht primär behandeln können. Im Klinikum Konstanz sollte sich 1995 eine Kooperation mit einem ausgezeichneten Facharzt für Neonatologie, Kinder-Pulmologie und Kinder-Kardiologie, Dr. med. Thomas Seiler, entwickeln. In allen „Grenzfällen“ lohnt es sich Hand in Hand zu arbeiten. In der Tat können Kinder mit manifesten Erkrankungen des Herzens und der Lunge erheblich von Myoreflextherapie, der Behandlung der vegetativen Ansteuerung des Herzens und der Lunge und einer Antientzündlichen Ernährungsmedizin profitieren.
Die Analyse und stärkende Behandlung der Schwerpunkte der Gut-Heard-Axis und Gut-Lung-Axis könne bestehende Erkrankungen in entscheidend mildere Verläufe überleiten. Gleichzeitig können Herzsymptome, Tachykardien, Atembeschwerden und Asthmatische Erkrankungen nicht selten über Nahrungsmittel-Intoleranzen Dysregulationen des Immunmetabolismus des Darms, über silent intoxikation und silent inflammation ausgelöst werden.
Weitere Unterstützung erhielten wir im Bereich Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) Verhaltensauffälligkeiten, ADHS, aber auch Zerebralparese und Kindern mit Behinderungen. Wolfgang Wasser war ein Kinder-Jugend-Therapeut, Physiotherapeut in der Gewebsmassage und Musiktherapie. Er hat uns von 1997 bis vor zwei Jahren mit seinem Wissen geschult, in der praktischen Arbeit regelmäßig unterstützt und in Supervisionen seine Expertise mit ins Feld gebracht.
Ein Pädiater besonderer Art für alle rheumatische Erkrankungen, Kinderkrankheiten, immunologische Erkrankungen bei Kindern, Kinder mit Infektanfälligkeiten, Kinder mit Entwicklungsstörungen, Kinder mit allen rheumatischen Erkrankungen war und ist der Facharzt für Kinderheilkunde Dr. med. Victor von Toenges, Facharzt der Pädiatrie in Rheumatologie. Vom Jahr 2000 bis heute im Jahr 2025, steht er uns zur Seite mit allen Sachkenntnissen um Pädiatrie und anthroposophische Medizin.
Ein weiterer Schwerpunkt in unserer Arbeit erlebt die Unterstützung über Prof. Dr. Joachim Bauer. Bereits in Freiburg war der Joachim Bauer mit dem Bereich Psychosomatik und Psychoneuroimmunologie ein guter Bündnispartner. Über die Beratung von Lehrern und Eltern arbeitete er sich immer mehr in die Kinder- und Jugenderkrankungen ein. Sein aktuelles Buch Realitätsverlust beschreibt die Zusammenhänge, wie digitale Medien, wie digitale Abhängigkeit, wie Veränderungen in der Gesellschaft den Realitätsverlust von Kindern führen. In diesem Realitätsverlust wird die virtuelle Welt übermächtig und in der wirklichen Welt gehen Interozeption, Selbstreferenz und Körperlichkeit verloren. Vor diesem Hintergrund verursachen überzogene Anforderungsprofile Angst. Während einige Betroffene in diesem Szenario deshalb entweder den Schirm im Sinne von ADS zumachen, geraten andere außer sich und münden in ADHS. In den Kompensationsversuchen und in der Dekompensation können Angsterkrankungen, Depression, Fatigue (CFS) und Schmerzerkrankungen auf den Plan treten
Für ein tieferes Verständnis, wie über Entwicklungsaktivierung, Myoreflextraining und ein sicheres Setting in Umgangskultur und Arbeitsbündnis „Diskonnektion-Syndrome“ und Neuroregeneration überwunden werden können, sowie komplexe Neuroplastizität und Neurogenesis möglich werden,- musste ein weiterer Wissensbereich erschlossen werden,- die Neurobiologie und die moderne Hirnforschung. Die Vorreiterin in diesem Feld, Prof. Dr. Dr. Getraut Teuchert-Noodt entwickelte sich zwischen 2002 und 2020, von einer sehr strengen Lehrerin, kritischen Lektorin zur Anwältin und mütterlichen Freundin des Myoreflex- Konzeptes.
Im Jahr 2002 stellte Gertraud Teuchert sich mit 3 Kindern, welche mit ASD diagnostiziert waren, in unserer Praxis vor. Nachdem alle 3 Jugendlichen innerhalb von einer Sitzung Myoreflextherapie mehrdimensional in Kommunikation getreten waren- und die Be- handelnden Hände als taktilen Spiegel verstanden hatten, beschloss Prof. Teuchert uns zu fördern. Innerhalb dieser Disziplinen steckt ein immenses Wissen, welches klare, und für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, Schmerzpatienten, kleine orthopädische Patienten und Menschen mit Neurodegenerativen Erkrankungen gänzlich neue Wege für erfolgreichere, individualisierter und persönlicher angelegte Behandlungsstrategien eröffnen kann. Offer and Demand – die Anfrage bestimmt das Angebot neuronaler Regeneration.
Aktivitätsbedingte Anpassungs- und Umstrukturierungsprozesse im Gehirn laufen zunächst aufgabenspezifisch ab. Gertraud Teuchert-Noodt weist darauf hin, dass Klettern, Musizieren, Ballspiele und gezielte Trainingsreize das Stoffwechselmilieu insgesamt begünstigt und für ein allgemein günstigeres Anpassungs- und Verarbeitungsniveau im Gehirn sorgt.
Die Hirnforschung zeigt in der Tat, dass Muskelaktivitäten und speziell koordinierte Bewegungen zur Produktion von Neurotrophinen führen, die das Wachstum von Nervenzellen anregen, die Anzahl neuronaler Verbindungen vermehren und selbst die Geburt neuer Nervenzellen, die Neurogenese aktivieren können
Eine weitere Bündnispartnerin ist die Zauberschülerin von Manfred Spitzer: Dr. Sabine Kubesch. Auch in diesem Kontext geht es um Kinder- und Jugendgesundheit, und wie Bewegung und Training und Ernährung Kinder, die müde sind, Kinder, die an Impulskontrollstörung leiden, Kinder, die Aufmerksamkeitsstörungen haben, wieder so zu unterstützen, dass sie sich wiederfinden. So können Kinder und Jugendliche mit ADS/ADHS, Müdigkeitssyndrom, aber auch Schwindel, Gleichgewicht und Schmerzsyndrome, Bewegungsapparat k hier von einer ganz anderen Seite über Selbstregulationskonzepte Hilfe erfahren.
Der Kompetenzbereich für biochemische Stoffwechselerkrankungen, der Kompetenzbereich für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Hypoglykämien, für die Behandlung von Kindern mit genetisch belastetem Stoffwechsel, wie Disorder of Glycosylation, wurde maßgeblich schon seit 1990 positiv mitunterstützt durch die Expertisen des Professors für Biochemie und Glykobiologie, Werner Reutter.
In dieser Zusammenarbeit mit dem Blick auf den Impact von Zuckerkrankheit und Insulinresistenz auf der einen Seite und „therapeutischen Monosacchariden“ auf der anderen Seite, entwickelte sich der sogenannte Glycoplan „Children Health Diet“, mit einer antientzündlichen Ernährung. Dies bedeutet, dass viele Kinder mit seltenen Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, genetischer Belastung erheblich von einer Ernährungsmedizin profitieren. Eine gezielte Ernährungsmedizin, die tatsächlich auf Kohlenhydratintoleranzen, die auf Getreidekleberintoleranzen, den Leberstoffwechsel mit in Gang bringt und die auf die Darmgesundheit abzielt.
Tatsächlich ist es kalkulierbar möglich, Kinder mit schweren Entwicklungsstörungen, Kinder mit Erinnerungsstörungen, Kinder mit erhöhten Leberenzymen, Schmerzsymptomen, Epilepsien, Unterzucker, Gedeihstörungen, entscheidend in Heilungsvorgänge mit überführen. Diese Kinder erleben tatsächlich eine erhebliche Besserung unter orale Behandlung mit von Galactose. In den letzten 30 Jahren sind ganz viele wissenschaftliche Arbeiten für die Sicherheit und Wirksamkeit um die orale Gabe von therapeutischen Monosacchariden, vor allem Mannose und Galactose, entstanden. Mehrere Arbeitsgruppen konnten zeigen, dass 1.5g/ kg Körpergewicht sicher sind, die klinischen Symptomatologie auf breiter Front regulieren können und selbst die defekten Antennen betroffener Zellen über Prozesse der Glycosylation reparieren können.
An der Schnittstelle zur Biochemie und zu einer individuellen Darmmedizin, entstanden Konzepte, wie Kinder mit Autoimmunerkrankungen erweitert kausal behandeln werden können. In diesem Kontext gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Chefarzt des Paramed- Ambulatoriums, Dr. med. Simon Feldhaus. Gezielte Laboruntersuchungen im Kontext der Ätiologie, die anschließend genau bemessenen Mikronährstofftherapien und die entsprechenden phytotherapeutischen Maßnahmen können die Weichen auf Salutogenese stellen.
Im Miteinander mit fantastischen Eltern konnten wir über maßgeschneiderte Therapieprotokolle sieben Kinder mit der Diagnose Rheumatoide Arthritis (RA) komplett in die Gesundheit überführen. In diesem Sinne behandeln wir viele Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen, Myopathien, Muskeldystrophien, und wir behandeln auch viele Kinder mit spinaler Muskelatrophie und Cerebralparese.
Kinder mit neuromuskulären Erkrankungen, Entwicklungsverzögerungen, Zerebralparese, der Glasknochenkrankheit Osteogenesis Imperfekta werden seit dem Jahr 2006 in einer engen Kooperation mit der Uni Reha in Köln behandelt.
Ein wesentlicher Bündnispartner war dabei nicht nur unser guter Freund und Mentor Prof. Dr. med. Dieter Felsenberg von der Charité Berlin, sondern auch der Professor Dr. Eckhard Schönau, Kinder- und Jugendmediziner und Endokrinologe.
Eckhard Schönau kommt aus der gleichen Schule wie Professor Dr. Dieter Felsenberg. Während an der Charité Berlin Muskelschwäche, Sarkopenie, Osteoporose und Osteopenie bei älteren Menschen im Vordergrund vom Astronauten-Training standen, wird dieses Thema auch bei Kindern und Jugendlichen immer brisanter. Genau das Gegenteil von der Osteoporose ist die Osteogenesis Imperfekta, die Glasknochenkrankheit.
Da die Muskeln die CEO’s der Knochen angesehen werden können, führt das gezielte regelmäßige Training bei beiden Erkrankungen zu einer besseren stabileren Innenarchitektur der Knochen.
Ein wesentlicher Baustein in der Behandlung von Kindern mit allen Arten von Entwicklungsverzögerungen und Einschränkungen, im Speziellen bei der Zerebralparese, bei Spastizität, bei Kindern mit Blutungen, bei Frühchen nach einem Schlaganfall, bei Kindern mit einer Serie von Myopathien, neuromuskulären Erkrankungen, Spinalatrophien und auch bei SMA 1 und SMA 2, ist seit dem Jahr 2006 die Kombination von Myoreflextherapie und dem mit hochwirksamem Galileo-Training.
Im Konzept „Uni Reha Köln“, „Auf die Beine“ behandeln wir ganz viele Kinder gemeinsam sehr erfolgreich. Alle Kinder, die Schwierigkeiten haben, auf die Beine zu kommen, werden behandelt, sodass sie auf die Beine kommen.
Egal um welche Erkrankung es sich handelt, geht es darum, dass alle Kinder auf die Beine möchten. Deshalb gibt es in der Uni Reha Köln 30 oder 35 Galileo-Trainingseinheiten. Die kranken Kinder trainieren drei, vier und fünf Mal am Tag und können damit ein ganz anderes Leben führen. Eckhard Schönauer als Pädiater, als Endokrinologe, als Spezialist für neuromuskuläre Erkrankungen unterstützt uns. So haben wir einige Kinder und Jugendliche, die bei uns zur Therapie sind, dann stationär bei ihm und andersherum auch Kinder, die dort waren und bei uns ambulant weiter behandelt werden. Training für alle Kinder, die sonst nicht mehr können Sodass ganz viele schwerkranke Kinder fünfmal am Tag mit Galileo-Training, trainieren.
Wir unterstützen diese Kinder mit einer Ernährungsmedizin, und sie gehen häufig in eine Gesundung über. Das Dilemma ist, dass ganz viele gesunde Kinder mit körperlicher Inaktivität, digitalem Realitätsverlust und einer verrückten Ernährung krank werden.
Das „Wie und Warum“ der Genesung von Werner Mosetter wirft grundliegende Fragen auf, welche nur über weiteres Studium, Forschung und das Wissen erweiterter fachübergreifender Disziplinen zu beantworten sind.
1992 eröffnet sich so die Möglichkeit einer über 30-jährigen Weiterbildung mit Forschungen in den Bereichen Phytopharmaka in Biochemie und Glykobiologie um Prof. Dr. med. Werner Reutter am Institut für Biochemie und Molekularbiologie der Charité Berlin. Erfahren in Nepal, Sikkim, Tibet und China konnten wir die Natursubstanzen und Phytopharmaka dieser Medizinischen Traditionen importieren, und im Labor analysieren- und in ihren Wirkspektren untersuchen.
Phytopharmaka, Goji Beeren, Gewürze, Weihrauchharz, Lärchenkernholz, Myrobalan, Reishi Pilze, Cordyceps, Artemisia annua, Astralagaus membranaceus, Misteln, Curcuma, Baikalkraut und Gewürze konnten in Zellkulturen systematisch untersucht werden. Als ein molekularer Naturstoff konnte das Wirk- Spektrum des Monosaccharids Galactose und Mannose beforscht werden. In diesem Miteinander sind gemeinsame Forschungen und Patente entstanden.
Kontinuierliche und unermüdliche Arbeiten konnten schließlich mehrfach einwandfrei zeigen, dass viele Stoffwechselerkrankungen im Kindes-und Jugendalter, Hypoglykämien, Epilepsien, Myopathien, Entwicklungsverzögerungen, Dysregulationen der Glykogenspeicher und selbst CDG’s mit ihren typischen Veränderungen reversibel sind.
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Migräne, Sehstörungen, Ohrgeräusche, ..
Aufmerksamkeitsdefizitstörungen, Müdigkeitssyndrome, aber auch Nackenschmerz, Brustschmerz, Bauchschmerz, auch dissoziative Schmerzen können sehr gut mit Myoreflextherapie behandelt und begleitet werden.
Eine wesentliche Aussage an der Stelle: Viele Kinder leiden nicht am Hardwaredefekt, die sind nicht krank, sondern an einer Synchronisierungsstörung, einem Softwareproblem. Die Software liegt in der Beziehungsarbeit, im therapeutischen Dialog und in der Myoreflextherapie über die Regulation aller Hirnnerven. Im Besonderen die Nervenzellnetzwerke des Stressdirektor um Migräne und Kopfschmerz, des Nervus Trigeminus, der Kopfganglien des Symphatikus Grenz Strang und Dysregulationen des Nervus Vagus können Cranio Mandibuläre Dysfunktionen (CMD), Kiefergelenkschmerzen und Ohrschmerzen generieren und auslösen. Ebenso können verschiedene Muster von Nackenschmerzen, Clusterkopfschmerz und Migräne über die Myoreflextherapie häufig kausal behandelt werden.
Die Fernsteuerung und Fernbedienung zu vielen Störungen im Bereich der Kopfgelenke, der Hirnnerven, der Kaumuskeln und Kiefergelenke liegt in den Eingabestationen und Verschaltungen eines „Inneren GPS“ – also in der Feinabstimmung von Nacken, Sehen, Gleichgewicht und Orientierung.
Immer mehr Kinder und Jugendliche klagen über Kopfschmerzen. Bei ganz vielen Kindern und Jugendlichen ist dieser Kopfschmerz in der oberen Halswirbelsäule, in der Kaumuskulatur verankert. Bei zu viel Stress beißt man sich fest, beißt sich durch und knirscht. Das führt zu einer Über-Aktivierung der Trigeminuskerne, was Kopfschmerz verursacht. Auch Hand in Hand mit einer verspannten Halswirbelsäule entwickeln sich sog. Cervicocephalgen: vom Nacken ausstrahlend in den Kopf. Das kann auch bis zu den Augen vorstrahlen. Bei diesen Kopfschmerzen spielt also immer das muskuloskelettale eine wichtige Rolle. Die Körperhaltung, häufiges Sitzen, dann aber auch zu viel Smartphone und Laptop und Computerarbeit verschärfen die Symptomatik, belasten die Augen, sodass dann bei vielen Kindern der Kopfschmerz auch über die Überanstrengung von den Augen generiert werden kann.
Immer mehr Kinder, Mädchen und Jungs leiden unter Migräne. Da gibt es regelrechte Attacken und da gibt es regelrechte Überfälle mit allem, was man sich vorstellen kann, mit Aura, mit Übelkeit, mit Erbrechen, mit Depressivität. Und tatsächlich sind hier wirklich die Blutgefäße im Spasmus. Aber nicht das Blutgefäß von allein spielt verrückt, auch nicht der Trigeminus, sondern dies generalisiert zum einen über neuromuskuläre Spannungen in der Kaumuskulatur, im Kiefergelenk und in der Halswirbelsäule. Die zweite große Belastungssäule kommt über die Magen-Darm-Ernährungsachse & Darm-Hirnachse. Und so sehen wir bei ganz vielen Kindern und Jugendlichen mit Migräne ein Problem im verdeckten Reizdarm. Dieser Reizdarm ist nicht „psycho-bedingt“; vielmehr können Darmbakterien bestimmte Substanzen nicht richtig verstoffwechseln: Die Abbauprodukte, Metabolite wie Ammoniak können Schmerz oder Müdigkeit verursachen. Einige können Herzrasen verursachen, einige können direkt Schmerz und Unruhe auslösen. Deshalb gehören zu jeder guten Migräne-Therapie eine Darm-Therapie und Ernährungsmedizin. Zur Intervention helfen in erster Linie Magnesium, Galactose, zum Beispiel T01, häufig tatsächlich auch T09. Und alles, was man sonst tun kann wie Meditation und Entspannung und Taiji und Qigong und Sport und die antientzündliche Ernährung flankieren diese Maßnahmen.
Tinnitus wird auch bei Kindern, Jugendlichen immer häufiger, bei Jugendlichen noch mehr als bei Kindern. Man hat gedacht es ist die Außenwelt. In der Tat zu viel Lärm belastet. In der Tat ist aber tatsächlich so, dass vor allen Dingen psychologischer Stress, falsche Anforderungsprofile und Druck in Schule, Familienhaus und Gesellschaft dazu führen, dass man die Zähne zusammenbeißt, dass man den Nacken einzieht. Und daraus entwickeln sich über die Knochenleitung „Schall“-Übersetzungen vom Unterkiefer in seine Geschwister im Ohr (Hammer, Ambus und Steigbügel).
Nummer zwei: Stress wird übersetzt auf die äußeren Haarzellen. Die haben keine Verbindung zur Hörrinde. In einem Tanz wird es übermittelt zu den inneren Haarzellen (via otoakustische Emission). Und dann nimmt es der Hörende wahr. Stress macht also quasi einen Übersetzungsfehler, deshalb kann man Ohrgeräusche und Tinnitus sehr erfolgreich behandeln.
Häufig kommt noch ein Hörsturz dazu, der fällt in den gleichen Bereich und da kann es eben rauschen und klingeln und pfeifen und dröhnen. Neuromuskuläre Behandlung und die Ernährungsmedizin in Form einer antientzündlichen Ernährung über die Darm-Stoffwechsel-Leber-Achse spielen hier eine große hilfreiche Rolle.
Die Diagnose ADHS wurde erstmals 1987 gestellt. Vorher gab es einzelne Berichte von Kindern und Jugendlichen, die Aufmerksam-Hyperaktivität mit Impulsivität gekoppelt gezeigt haben. Die Kombination von Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität und Konzentrationsstörung war selten.
Dann hat sich die Anzahl der Diagnose verdoppelt. 1990 sagte Peter Riedesser zu mir, Herr Mosetter, das ist eine Katastrophe, immer mehr Kinder bekommen Ritalin; da waren es einige hundert. 1997 sagte er zu mir, Herrgott, es wird noch schlimmer, es sind einige tausend. … Und dann hat sich das still und heimlich nochmal verdoppelt und verdoppelt. Aber nicht nur die Diagnose ist explodiert, inzwischen 5 bis 7 Prozent bei Kindern und Jugendlichen. Nein, die Verordnung von Ritalin ist eben auch verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt.
Experten sagen, jetzt wird es eben entdeckt, was früher nicht entdeckt war. Und sie sagen uns auch, dass da tatsächlich eine Schraube locker ist. Also, dass ein Gen betroffen wäre und sie sagen auch, da sei ein Neurotransmitter betroffen.
Ritalin ist ein Amphetamin, Ritalin darf nicht für Sport verwendet werden. Amphetamine sind als Droge gehandelt. Amphetamine dürfen nicht verwendet werden zum Abnehmen. Je mehr Kinder damit behandelt werden, genau in der gleichen Zahl ist die Anzahl an Kindern mit Magersucht gestiegen. Es gibt also Zusammenhänge & Korrelationen.
Aufmerksamkeits-Defizit und Hyperaktivität hängen mit dem visuellen System zusammen, mit der Blickmotorik; mit Sehen und Hören; und mit Stress. Das kann man elegant behandeln mit Myoreflextherapie mit den KiD-Übungen: durch Sympathikolyse, mit Behandlungen der Hinterkopf Gelenke und der Kaumuskulatur.
Und eines ist sicher entscheidend: die Zuckerflut, Süßgetränke, Pizza, Pasta und Cola, die jeweils einen Zucker-Hype machen – und dann einen Down .. Hypo .. Hyper .. Down. Das kann man schön glätten mit Ernährungsmedizin, mit Galactose, mit Mineralstoffen.
Eine große Gruppe hat über 50 Kinder mit ADS, ADHS, Dyslexie, Dyskalkulie behandelt. Diese erhielten nur Myoreflextherapie; und nach einem Jahr waren sie wieder im normalen Leben.
Eine andere Gruppe (über 1.300 Kinder) wurde behandelt in der Schweiz, unter der Regie von Hugo Schurgast. Hier mit der Supplementation Mineralstoffen. Auch hier war der Benefit groß.
146 Kinder wurden von einem Kinderarzt in Österreich behandelt; mit Glycoplan, antientzündlicher Ernährung, Omega 3 und Magnesium. Auch diese Kinder haben es geschafft, wieder in die Normalität zurückzufinden.
Das bedeutet, wenn wir Experten fragen: Es gibt ganz viele unterschiedliche Kausalitäten und Formen von ADHS und ADS. Das erfordert eine individuelle Behandlung und keine Standardbehandlung.
Meist sind Botenstoffe betroffen, Neurotransmitter und Hormone sind betroffen. Die Balance und die Produktion von Neurotransmittern, des Gaba-ergen Systems, Lernen, Gedächtnis, Entspannung, aber auch die Verstoffwechselung der Aminosäure Tyrosin, Phenylalanin und Tryptophan aus dem Darm kann kritisch sein. Die Neurotransmitter im Darm prägen die Neurotransmitter im Gehirn und in diesem Online-Diskurs sind komplexe Zusammenhänge entscheidend.
Einige Kinder haben leider auch eine traumatische Vorbelastung; diese können in der Tat auch solche Syndrome hervorrufen.
Depressionen im Kindesalter waren sehr selten. Das heißt, im Vorschulalter waren früher 0,2 Prozent der Kinder betroffen; im Grundschulalter 0,5 Prozent. Heute steigen die Zahlen schon bei den ganz Kleinen auf 2 bis 5 Prozent. Sie sind aktuell gestiegen auf 10 Prozent bei Kindern und Jugendlichen. Und tatsächlich, 2025 gibt es Zahlen, dass 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit dieser Diagnose beschrieben werden.
Viele Betroffene zeigen dabei psychische Probleme und Angststörungen. Die Frage ist, ob diese Kinder alle schon eine Depression haben. Unsere Arbeitshypothese, unsere Erfahrung zeigt: dahinter liegt eigentlich eine Stresserkrankung. Das ist eine Erkrankung der Energiekraftwerke der Zelle, der Mitochondrien – wenn quasi die Batterie nicht mehr geladen ist und sich entlädt; oder wenn der Tank leer ist. Und es ist auch eine Erkrankung der der Darm-Stoffwechsel-Hirn-Achse.
Das heißt, über die Ernährungsmedizin, über den gesunden Darm, können die Botenstoffe, die wir für das Gehirn brauchen, stimuliert werden. Serotonin ist abhängig von der Aminosäure-Tryptophan, aus dem dann Serotonin und Melatonin für den inneren Rhythmus produziert werden. Aber auch Dopamin und das GABAerge System sind abhängig von einem gesunden Darm.
Ganz sicher haben viele Kinder und Jugendlichen einen Vitamin D3/K2-Mangel. Ebenso haben viele Kinder und Jugendliche einen Mangel an Omega-3 und einen Aminosäure-Mangel. Deshalb braucht es ein breites Konzept – für eine komplexe Störung, die nicht eindimensional linear bekämpft werden kann.
Rückenschmerzen sind bei Kindern und Jugendlichen ein immer größeres Problem. In der Tat hat die Techniker Krankenkasse 2019 schon gezeigt, dass 40 Prozent aller Kinder und Jugendlichen chronische Schmerzen haben. Chronisch heißt mehr als drei Monate. Und drei von den vier Kindern haben schon regelmäßig Medikamente eingenommen (wie Diclofenac, Ibuprofen und Paracetamol). 2025 sind es fünf von zehn Kindern mit chronischen Schmerzen und inzwischen bekommen fast fünf von ihnen, also knapp die Hälfte Medikamenten. Diese Medikamente haben ein großes Spektrum an Nebenwirkungen. Zwei von zehn Kindern können mit dem Paracetamol schlecht umgehen, dann steigen die Leberwerte, sie werden unruhig. Einige Kinder entwickeln Unruhezustände und Belastung am Herz. Einige Medikamente verursachen Schwierigkeiten mit der Leber und mit dem Blutgerinnungssystem. Viele Kinder werden müde, viele Kinder leiden dann an Erschöpfung. Einige Kinder beklagen Magen- und Darmschmerzen, eine klassische Nebenwirkung der NSAR.
Und deshalb sind Maßnahmen gefragt, genau zu prüfen, welche Kinder welche Art von Schmerzen haben; und welche Ursachen dahinter stehen.
Rückenschmerz entsteht vorwiegend durch körperliche Inaktivität, Bewegungsmangel, und einseitiges Bewegungsverhalten (zu vieles Sitzen und gebeugte Haltung); aber eben auch durch Fast Food und Süßgetränke. Rückenschmerz entsteht auch bei Übergewicht und Adipositas; 30 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig. Vergesellschaftet sich jetzt das Übergewicht mit dem Schmerz, mit der körperlichen Inaktivität, dann verdrängt das Fettgewebe die Muskeln. Das nennt man Sarkopenie: Muskelverlust, oder auch Obesity Sarkopenia.
Wirksame Lösungen verlangen eine multimodale Strategie. Ernährungsmedizin, Trainingsmedizin, KiD – Kraft in der Dehnung und Galileo-Training sollten hier im Vordergrund stehen.