Immer mehr Kinder werden auffällig mit der juvenilen rheumatoiden Arthritis (JIA). Man geht davon aus, es wäre eine Autoimmunerkrankung, die dann zu Gelenkentzündungen führt. Das körpereigene Immunsystem läuft aus dem Ruder. Es entwickelt sich ein Verlust der Beweglichkeit, eine Steifheit mit Schwellung und tatsächlich warme, gerötete Gelenke. Die Gelenkschmerzen nehmen zu, die Steifhielten nehmen zu. Im Folgenden gibt es auch Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber. Manchmal können auch die Augen betroffen sein.
Wir haben sehr viele Kinder mit juveniler rheumatoider Arthritis, mehrere mit der Iridozyklitis. Von zehn Kindern sind in unserem Netzwerk neun gesund geworden. Einige in Kooperation mit dem Dr. Simon Feldhaus in der Paramed, einige in Kooperation mit der FX-Meyer-Medizin. Diese Autoimmunerkrankung fällt nicht aus dem heiteren Himmel, sondern sie hat meist eine Belastung über Unverträglichkeiten im Darm: Dann geht die Diversität im Darm verloren, der pH-Wert steigt und Ammoniak belastet den Körper:
Toxische Metabolite
Toxische Metabolite gehen über die Darm-Blut-Schranke und wandern über die Blut-Hirn-Schranke, und können dann entweder die Cajal-Zellen betreffen (und es kann das sich sozusagen noch zu einem MS-Vorläufer entwickeln). Diese toxische Metabolite können die Schilddrüse betreffen, so dass sich immer häufiger eine Hashimoto Thyreoiditis und tatsächlich auch häufiger die Psoriasis Arthritis mit Iridozyklitis (einer schmerzhaften Entzündung der Iris sowie des Ziliarkörpers im Auge; mit geröteten, tränenden Auge, Lichtempfindlichkeit und verschwommenem Sehen) entwickeln kann.
Im Hintergrund steht auch hier eine verdeckte Insulinresistenz mit pathologischer Durchlässigkeit der Darmbarrieren und entsprechenden toxischen Metaboliten.
Konzepte um die Juvenile rheumatoide Arthritis
Mit Entzündungen verbundene Gelenkschmerzen, Antikörper gegen Gelenkhäute und die Diagnose der rheumatoiden Arthritis kommen nie aus heiterem Himmel. Genetische Prädispositionen, Rheumafaktoren und positive AST sind nur äußerst selten krankheitsbestimmend.
In den allermeisten Fällen gehen Reizungen, Durchfälle und Nahrungsmittel Unverträglichkeiten des Dünndarms voraus. Mikroskopische „stille“ Entzündungen des Dünndarms, sowie ein „leaky gut“, über welches unverdaute Nahrungsmittel Bestandteile und Toxine die Darm- Blut Schranke durchdringen, leiten ein Immunantwortverhalten ein. Die entsprechenden Antikörper können die Gelenke angreifen, die Schleimbeutel erodieren und schwere Entzündungen mit Schwellungen verursachen.
Nicht selten spielen Schwermetall Belastungen und Post Infektionssyndrome zusätzliche krankheitsverursachende Rollen. Mineralstoffmangel, im Besonderen Zink- und Selenmangel, Vitamin D und B Mangel und die ungenügende Versorgung mit Omega 3- Fettsäuren wirken sich außerdem belastend aus.
Eine Ernährungsmedizinische Strategie bietet der „Glycoplan für Kinder“, mit den Aspekten: glutenfrei, kaseinfrei, laktosefrei, Fruchtzucker-reduziert, Nachtschattengewächs reduziert … und damit: Pizza, Pasta, Cola-BAN.
Corticosteroide, Methotrexat und Immunsuppressiva müssen im Kinder- und Jugendalter äußerst kritisch gehandhabt werden. Ebenso harte Chemotherapeutika, Biologika und die längerfristige Gabe von Cortison.
Fallgeschichten:
„Svenja“ – ein Mädchen mit ursprünglich schwerster Polyarthritis, massiv entzündlich aufgeschwollenen Gelenken und stärksten Schmerzen – ist heute im positiven Sinne ausbehandelt. Sie schwimmt, springt, reitet, mistet den Stall und ist wieder gesund.
„Till“- gezeichnet durch stärkste Einschränkungen der Beweglichkeit, entzündenden und aufgetriebenen Kniegelenken, Iliosakralgelenken, Sprunggelenken und Handgelenken, spielt inzwischen „Schmerzfrei und Beweglich“ in der Jugendvolleyball-Nationalmannschaft.
Ein anderes Mädchen, gezeichnet durch schwerste juvenile rheumatoide Arthritis und Iridozyklitis hat andere Schulkameradinnen mit der antientzündlichen Ernährungsmedizin Glycoplan „angesteckt“, wieder gesund zu werden.
