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Haut-Erkrankungen

Neurodermatitis

Die Neurodermitis, oder mit anderer Bezeichnung, die atopische Dermatitis (atopisches Ekzem) ist eine chronische, nicht ansteckende Hautkrankheit mit trockener, juckender und entzündeter Haut. Sie verläuft schubweise und wird durch eine gestörte Hautbarriere sowie eine Überempfindlichkeit des Immunsystems verursacht. Häufig besteht eine familiäre Veranlagung; und sie ist oft mit Allergien wie Heuschnupfen und Asthma verbunden.

Über multimodale Therapiekonzepte, welche neben einer konsequenten Hautpflege die Darm- Leber-Haut- Achse, den Immunmetabolismus, Mikronährstofftherapie und Phytopharmaka integrieren, kann die Erkrankung heilbar, aber sicher gut kontrollierbar werden

Die medikamentöse Behandlung mit Antibiotika, Kortison, Immunsuppressiva und modernen Biologika führt in der Regel allenfalls zu oberflächlicher Besserung. Ohne Berücksichtigung der „nicht sichtbaren Schwelbrände“ im Darm, im Stoffwechsel, in den Funktionen der Mitochondrien und ohne die Supplementation physiologischer Mikronährstoffe sind häufig gravierende Verschlechterungen nach Absetzen der Immunsuppressiva und fortschreitende Verschlechterungen programmiert

Dermatitis herpetiformis Duhring (Duhring’s disease)

Die Dermatitis herpetiformis Duhring (DHD) ist eine chronische, blasenbildende Hauterkrankung, die mit starkem Juckreiz einhergeht. Die DHD verursacht meist einen intensiven, quälenden Juckreiz, den Betroffene oft als brennend beschreiben. Auf der Haut entstehen kleine rote Papeln und kleine Bläschen. Durch den starken Juckreiz kratzt man die Bläschen oftmals schnell auf, wodurch Erosionen mit Krusten entstehen.

Die Hautveränderungen verteilen sich symmetrisch über den Körper, vor allem an den Streckseiten der Extremitäten, besonders über den Knien und Ellenbogen. Auch die behaarte Kopfhaut und das Gesäß sind häufig betroffen.

Bei allen Patienten mit einer DHD lässt sich eine Zöliakie nachweisen, weshalb man die Hauterkrankung als Hautmanifestation der Zöliakie versteht. In der Haut der Patienten finden sich granuläre IgA-Ablagerungen (Immunglobulin Typ A).

Vorab gilt auf alle Fälle: lebenslang sollte eine strikte glutenfreie Ernährung, mit drastischer Reduktion von Histamin haltigen Lebensmitteln, Kuhmilchprodukten (Kasein, Laktose, IGF-1) und nur Fructose armen Früchten (Beeren) eingehalten werden.

Porokeratose

Verhornungen der Haut: „Wenn die Zucker und Eiweiße in der Haut wie Milch aufkochen, karamellisieren und anbrennen.“ – Die Haut bläht sich auf, erscheint wie die Haut eines Elefanten, entzündet und infiziert sich.

Jahrelange, tägliche Cortison Verschreibungen stoßen dabei auf Dauer meist ebenso ins Leere wie regelmäßige Antibiotika.

Eine Regel gilt immer:  Zucker, Fruchtzucker, Süßgetränke und stark verarbeitete Lebensmittel sollten gemieden werden.

Grund-Zusammenhänge

Für die Ableitung fundierter kausaler Behandlungskonzepte sind fachübergreifende Betrachtungsweisen und Zusammenhänge essenziell. Für alle Hauterkrankungen gelten folgende Zusammenhänge und Regeln:

„Außenstelle des Nervensystems“

Über die Integration von Gesetzmäßigkeiten aus der Biologie und Embryologie erschließt sich das Nervensystem, insbesondere das autonome, vegetative Nervensystem als wichtiger Behandlungspunkt.

Die Haut und das Nervensystem entwickeln sich aus dem sogenannten Ektoderm. Mit anderen Worten ist die Haut gleichsam eine große Außenstelle des Nervensystems.

Im übermäßigen Stress kann die Haut röten, anschwellen, jucken, schwitzen, Bläschen aufwerfen, allergisch reagieren oder sich sogar ablösen. Entstressung, Aktivierungen des großen Ruhenerven Nervus vagus, sympathikolytische Reize in den Kopf- und Bauch- Ganglien, phytotherapeutische Stimulationen des Nervensystems und Stärkungen des Energiehaushaltes können sich hier sehr erfolgreich ergänzen und entlastend wirken.

Die Schleimhäute

Die Schleimhäute des Darmes und der Lunge sind ebenso nahe miteinander verwandt, wie mit dem großen Organ an der Oberfläche des Körpers, der Haut.

Reizungen, entzündliche Veränderungen, toxische Belastungen, Intoleranzen und Florastörungen des Darms spiegeln sich regelmäßig in Hautveränderungen wider.

Überlastungen des Verdauungssystems mit zu viel Zucker, Fruchtzucker, Stärke und Getreide schädigen sowohl die Härchen und Frisur der Zotten im Darm, ebenso wie die Zotten selbst.

Wenn geschädigte Zotten und Microvilli in zu viel unverdauten Zuckern, Getreide und Milch „karamellisieren“ und „aufkochen“, sinken die Aktivitäten des Histamin abbauenden Enzyms, der DAO, in den Keller.

 

So entwickelt sich ein Histamin Überschuss mit sekundärer Histaminintoleranz. Histamin verursacht Schwellungen, Ödeme, Rötungen, allergische Reaktionen innerhalb des Darms – und auf der Haut.

Toxine, Kaseomorphine, Gliadomorphine, Exorphine, Essigsäure, Alkohole, unverdaute Nahrungsmittel und Fruchtzucker öffnen die Darm- Schleimhaut- Blut- Schranke; und sie machen den Darm löchrig. Das sogenannte „Leaky gut“ mit geöffneten Poren im Darm ist sehr häufig mit direkten Entsprechungen in der Haut verbunden.

 

Aus dem Problem des löchrigen Darms folgen logische Immunreaktionen gegen unverdaute Bestandteile des gärenden Darms mit Antikörpern, welche dann sekundär in der Bronchialschleimhaut oder eben in der Haut einschlagen. Neurodermatitis, Ödeme, Schuppenflechte, Pseudoallergische Reaktionen, Akne und Porokeratose stellen bio-logische Folgen dar.

Je nach familiären Belastungsmustern können auch Gelenk-, Muskel- und Organ- Häute sowie Faszien Symptomträger einer tiefer sitzenden Darmstörung darstellen.

Entgiftung

Die Haut dient (neben vielen anderen Funktionen) als ein großes Entgiftungsorgan. Für Schwermetalle, Lösungsmittel, äußere und endogene Toxine. Wird die Kapazität der Entgiftung überschritten, oder die Leistungsfähigkeit der Entgiftungsorgane Niere, Leber und Darm überschritten, wird das System Haut überlastet, so dass der „Müll“ dort überläuft.

Immunfunktionen

Wenn das Immunsystem geschwächt ist, stehen Tür und Tor offen für die Infektion mit Parasiten, Bakterien, Pilze und Viren. Ein prädestiniertes Organ für solche Infektionen ist die Haut.

Bläschen, Rötungen, Schwellungen, Farbveränderungen und vielfältige Reizungen sind von Kinderkrankheiten mit Hautbeteiligung sehr gut bekannt. Mumps, Masern, Röteln, Windpocken stellen klassische Beispiele dar.

Bei Kindern und Erwachsenen können Herpesbläschen, Ödeme, Depigmentierungen und ein breites Spektrum an Auffälligkeiten an die „Oberfläche“ treten.

Mineralstoffe

Mineralstoffmangel, im Besonderen Selen- und Zink- Mangel, Vitamin D und Vitamin B – Mangel, Aminosäuren Defizite mit zu wenig Lysin, Tryptophan, Arginin usw., Mangelversorgung an wertvollen und ungesättigten Fettsäuren, sowie unzureichende Versorgungen mit den wertvollen Einfachzuckern Mannose und Galactose können das Stoffwechsel- und Immun- Organ Haut bis in die Tiefe belasten.

Leber – Nervensystem- Haut

Ein belasteter Darm leitet Belastungen der Leber ein. Insulinresistenz und NAFLD, MAFLD führen zu übermäßigem oxidativem Stress, nitrosatvem Stress, mitochondrialem Overload und Dysfunktion. Diese Inflammation schlägt schließlich auf das Nervensystem durch. Die entsprechende Neuroinflammation kann das Gehirn, die Augen oder die Haut treffen.

Basale Entlastungen

 

 

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