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CFS / ME

 

Chronisches Fatigue‑Syndrom & Myalgische Enzephalomyelitis

Klassische Symptombilder sind chronische Erschöpfung, mit Verschlechterung der Symptome nach geringer körperlicher oder geistiger Anstrengung (postexertionelle Malaise, PEM), Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Reizüberempfindlichkeit und Kreislaufschwäche.
Das chronische Fatigue-Syndrom wurde in der Vergangenheit auch als Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS) bezeichnet, und gilt heute als eine schwere, chronische Multisystemerkrankung.

Immer häufiger trifft diese ursprünglich seltenere Erkrankung mit einer Prävalenz von ca. 3% für Jugendliche und junge Erwachsene. Allein in Deutschland geht man bei Post COVID von hunderttausenden Betroffenen aus.

Die Ursachenfelder sind sehr vielfältig:

Oft stehen sie mit Infektionen und vor allem Postinfektions-Syndromen in Zusammenhang. Über viele Jahrzehnte wurden Betroffene, überwiegend Frauen, zu wenig ernst genommen, und quasi in die Ecke einer psychogenen, überwiegend depressiven und psychosomatischen Störung geschoben. Die körperlichen Beschwerden wurden zudem auch mit dem Begriff Fibromyalgie etikettiert.
Die Therapien mündeten nach wirkungsloser Antibiose häufig in der Verordnung von Antidepressiva.

In der Tat beklagen viele Betroffene auch starke kognitive Beeinträchtigungen im Sinne von MCI, Dysfunktionen der Immunantwort, des autonomen Nervensystems und des „inneren GPS“, sowie Störungen des neuroendokrinen und hormonellen Systems. – Ein myoreflex-spezifisches Schlüsselkonzept bzw. Schlüsselstation ist das „innere GPS“, also die Feinabstimmung von HWS/Nacken, Sehen, Gleichgewicht und räumlicher Navigation, die äußere Orientierung und ein stabiles Selbstgefühl (innere Orientierung) gewährleistet oder neu ausrichtet.

Postinfektionsgeschehen:

In unserem Zentrum für interdisziplinäre Therapien befassen wir uns seit 30 Jahren erfolgreich mit dem Postinfektionsgeschehen CFS/ME nach EBV-Infektion. Typischerweise finden sich auch oft eine Vergesellschaftung mit versteckten bakteriellen Infektionsgeschehen, mit Chlamydien, Mykoplasmen, Babesien (einzellige Protozoenparasiten) und Borrelien. Diese Erreger finden sich häufig nicht offensichtlich im Blut, sondern vielmehr in einem „Versteck“, der interzellularsubstanz oder ECM (Extracellular Matrix).

Einige beteiligte Erreger können „schlafend“ innerhalb der Microbiota (Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Viren usw., im Darm leben) erhöht sein; und zwar ohne die akuten Symptome auszulösen. So können Clostridien, Klebsiellen und Parasiten im immunologischen Prozess beteiligt sein.

Die Mitochondrien:

Im Zentrum der Probleme des Immunmetabolismus stehen die Mitochondrien. Die mitochondrialen Funktionen basieren wiederum auf einer stabilen Darm-Metabolismus-Gehirn-Achse. Dysfunktionen des Microbioms & Metaboloms können die Mitochondrien zum einen mit toxischen Metaboliten belasten. Und sie können die Energieversorgung zu den Mitochondrien über NAD+, SCFA, Butyrat und B-Vitaminen gravierend beeinträchtigen.

Aufgrund der mehrdimensionalen Funktionen können die Mitochondrien auch überwiegend an verschiedenen Immunfronten gebunden sein. Sowohl im Falle akuter viraler Infekte, im chronischen Infektionsgeschehen, in der Aktivierung des Inflammasoms (verantwortlich für die Aktivierung von Entzündungsreaktionen), bei molekularen Aufräumarbeiten und in den entsprechenden Reparatur Phasen sind die Mitochondrien weniger als Energiekraftwerke, sondern als CEO-Organellen des Immunmetabolismus aktiv.

Vor diesem Hintergrund sind viele CFS Symptomatologien nicht als primäre Krankheiten zu verstehen, sondern sie entsprechen einer physiologisch intelligenten „Verschiebung“ der zellulären Prioritäten für das Überleben.

Konzepte der Untersuchung & Therapie:

 

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